Unsere neue Webseite ist online

Hallo Ihr. Die Wanderschäferei Paula & Konsorten hat endlich eine eigene Webseite und Ihr findet unter diepaula.de ein paar Infos zu unserer Arbeit, zur Direktvermarktung und natürlich unseren Online-Shop. Was wir dann mit dieser Seite anstellen ist noch ein bisschen unklar, aber wir werden mal gucken, was sich so finden lässt.

Herbstweide

Unsere Schafweiden sind sehr mager (nährstoffarm). Dadurch leben auf den Wacholderheiden vor allem Spezialisten, die mit wenig Nährstoffen auskommen und nur langsam wachsen. Der Konkurrenzdruck unter den Pflanzen ist so gering, dass die Wacholderheiden auf den Quadratmeter betrachtet zu den artenreichsten  Lebensräumen der Welt gehört. Insgesamt 40 teils sogar bis zu 80 unterschiedliche Arten finden auf einem Quadratmeter platz. Zwar gibt es Biotope auf der Welt, in denen als Gebiet deutlich mehr Arten Leben (z.B. der Regenwald), nirgendwo aber leben sie so dicht beieinander. Was der Artenvielfalt nützt, ist für uns eine Herausforderung in der Planung unseres Weidejahres. Oft schon im Juli sind die ersten Veränderungen im Wachstum zu bemerken. Das Gras kommt einfach nur noch schlecht nach. Spätestens im September setzt das Wachstum dann fast vollständig aus und die Schafweide wird braun. Wir planen so, dass wir auch in schlechteren Jahren bis Anfang Oktober mit dem Futter auskommen. Danach beginnen wir für gewöhnlich mit der Herbstweide. Wir verlassen also unsere Sommerweiden und hüten Wiesen, die uns die Bauern der Umgebung überlassen. Auch auf intensiveren Wiesen (nährstoffreicher) nimmt das Wachstum im Herbst stark ab. Es wächst also weniger nach und das bisschen, was bis zum Winter noch wächst reicht oft nicht, um nochmal mähen zu fahren. Außerdem ist der Herbst eine ereignisreiche Zeit bei den Landwirten. Viele Äcker werden für das nächste Jahr vorbereitet, hier wird der Mais noch geerntet und aktuell muss bis zum 30. Oktober auch die Gülle raus. Die Zeit ist also ohnehin knapp. Mancher ist also …

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Detox und mein kommender Besuch bei Höfers

Detox! Die Vorbereitung und Begleitung für das Woll-Crowdfunding und die zeitgleich ablaufende und bisher größte Wurst-Vermarktungsrunde, hat mich ziemlich beansprucht und ich bin kaum wirklich dazu gekommen, mich mal voll den Schafen zu widmen. Nachdem der Max in den Urlaub gefahren ist, habe ich beschlossen mir wieder Zeit für das zu nehmen, was mir am meisten Freude macht. Die Herde. Die Projekte der letzten Jahre, Social-Media, Politik, Vermarktung und der ganze Kram dienen ja vor allem einem Zweck: Ich möchte Zeit mit der Herde verbringen, ohne mir Sorgen um unsere Zukunft machen zu müssen. In den letzen Monaten hat sich furchtbar viel bewegt und wir haben deutlich mehr erreicht, als ich mir das erträumt hatte. Mir ist halt aber auch die Zeit verloren gegangen, in der ich mich nur auf die Herde konzentrieren konnte. Mein selbstverordnetes Detoxprogramm jetzt hat unsagbar gut getan. Ich freue mich auf die Dinge, die da vor uns liegen. Die Abwicklung des Woll-Crowdfundings ist in der Mache und wir haben einen straffen Zeitplan. Die Herde muss für die Winterreise fertig gemacht werden, wir haben noch Schlachttermine, jede Menge liegen gebliebenes, die neue Webseite muss an den Start, die Schäferei wird wohl eine neue Betriebsform bekommen und wahrscheinlich haben wir bald auch einen neuen Mitarbeiter in der Vermarktung. Zu guter letzt, habe ich ja in den vergangenen Monaten nur sehr wenig über unseren Alltag berichtet. Es wird wirklich mal wieder Zeit, für den reinen #Sheepcontent und da ich noch nie ausführlicher über unsere Winterreise berichtet habe, werde …

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Brackschafe, der Jahreswechsel und die nächste Charge Wurst

Erstmal Dir und euch ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachten und habt vielleicht noch etwas Urlaub oder wenigstens die Ruhe, die ersten Tage des neuen Jahres nur mit euch und lieben Menschen aus eurer Umgebung zu verbringen. Ich mag die Zeit um den Jahreswechsel sehr. Mir wird aber gerade in dieser Zeit auch immer wieder bewusst, dass mein und unser Leben als Teil einer Wanderschafherde, neben all den schönen und besonderen Erlebnissen, auch einen gewissen Verzicht erfordert. Während wir Weihnachten beide bei der Herde verbracht haben, ist der Max zu Sylvester dann Freunde besuchen gefahren. Ich habe der Bande am 31. ein kleine Koppel gesteckt (im Bild oben zu sehen), habe dann ein Feuerchen im Ofen gemacht und bin am Neujahrsmorgen ein Runde mit den Hunden gegangen. Die nächste Verkaufsrunde und was sind eigentlich Brackschafe Kurz vor Ende des Jahres haben wir Brackschafe rausgesucht. Brackschafe sind Schafe, die in nächster Zeit zum Metzger sollen, die Herde also verlassen müssen. Es gibt sehr viele Gründe, ein Schaf als Brackschaf rauszuzeichnen. Die wichtigsten sind dabei verlorene Zähne und nicht vollständig zurückgebildete Euterentzündungen. Wenn Schafen die Schneidezähne fehlen, können sie in der Regel auf den kurzen Wiesen unserer Sommerweide nicht mehr genügend fressen und werden über kurz oder lang stark abmagern. Solche Schafe werden dann auch anfälliger für Krankheiten und wir schauen grundsätzlich 1-2 mal im Jahr bei allen Schafen die Zähne an, um sie rechtzeitig rauszusuchen. Bei den nicht vollständig zurückgebildeten Euterentzündungen ist es etwas komplizierter. Zwar ist …

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Wir starten ins Abenteuer Selbstvermarktung.

Nach der Betriebsumstellung in den letzten Jahren, ist es nun Zeit für Neues. Viele von euch haben es ja mitbekommen. In den letzten 2 Jahren lief es nich gerade Rund bei mir. Seit Dezember 2018 ist aber der Max dabei und wir haben uns nach einem Probejahr dafür entschieden, die Schäferei zusammen weiterzumachen. Bisher leben wir hauptsächlich von der Landschaftspflege. Wenn man ein bisschen rumrechnet wird aber klar, dass wir in näherer Zukunft weitere Standbeine brauchen. Neben der maschinellen Landschaftspflege, die Max nebenbei im Sommer angefangen hat, habe ich mich um die Selbstvermarktung über einen Online-Shop gekümmert. Wir sind uns einig, dass wir in Zukunft unsere Tiere, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, nicht einfach auf dem Markt verscherbeln wollen. Gerade in diesem Jahr (2019) war der Preis für Lammfleisch beschissen und wenn man seine Tiere in andere Hände gibt, weiß man auch nie so genau, was mit ihnen geschieht. Ihr könnt ab sofort, in unserem Shop die Probierpakete kaufen. Zwar haben wir für den Anfang nur eine ganz begrenzte Stückzahl, aber wir möchten jetzt unbedingt noch vor Weihnachten die Pakete zu euch rausschicken. Eine zweite Charge ist in der Mache und ihr könnt euch am besten für den Newsletter eintragen und ich benachrichtige euch, wenn die zweite Charge verfügbar ist. Hier im Blog werde ich euch in Zukunft über den Fortgang unseres Projekts Selbstvermarktung auf dem laufenden halten. Auch aus dem Alltag unseres Betriebs werde ich euch immer wieder mal längere Artikel schreiben. Jetzt war aber erstmal die Selbstvermarktung die …

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Sven de Vries und Max Frankenhauser