Endlich ist wieder was im Angebot.

Manoman. Als wir mit unserer Selbstvermarktung angefangen haben, haben wir im Leben nicht geglaubt, dass die Sache so gut läuft. Nach der Vermarktung unserer Wurst haben wir uns in diesem Jahr die Wolle vorgenommen und auch da, hat man uns sofort unglaublich viel Vertrauen entgegengebracht und wir hatten einen fantastischen Start. Bei der ganzen Vorbereitung sind wir mit der neuen Webseite noch nicht so recht weitergekommen, aber wir lassen uns da auch nicht stressen. Alles hat seine Zeit. Jetzt ist erstmal die nächste Runde Wurst dran. Diesmal hat der Max euch einen kleinen Brief geschrieben und wir sind von den Dosen mit Lyoner und Schinkenwurst auf Glas umgestiegen. Eure Meinung dazu würde uns sehr interessieren.

Bis Alsbald

Sven & Max

Einige Dinge die Ihr über unsere Produkte wissen solltet.

Leben unserer Schafe

Beginnen wir einfach mit dem, von dem wir am meisten verstehen und das wir einen Großteil unserer Liebe und Leidenschaft investieren. Das Leben unserer Schafe. Wir arbeiten als reine Wanderschäferei. Das heißt für uns und unsere Schafe 365 Tage im Jahr draußen zu verbringen. Im Sommer beweiden wir hauptsächlich Wacholderheiden am Südostrand der Schwäbischen Alb, zwischen Ehingen an der Donau, Allmendingen und Schelklingen. Unsere Wacholderheiden sind sehr magere Standorte. Durch den knappen Bewuchs und die kalkhaltigen Böden, siedeln sich sich viele seltene Gräser und Blütenpflanzen an. Wir arbeiten fast ausschließlich im Hütebetrieb. Das heißt unsere Schafe sind während der Fresszeiten frei und selektieren sich das heraus, was ihnen besonders schmeckt.
Die ständig Reise, der Wechsel der Umgebung, unsere mit Bäumen und Sträuchern bewachsenen Weiden, und das vielfältige Futterangebot regen unsere Schafe zur ständigen Bewegung an. Wir setzen keinerlei Kraftfutter oder Getreide ein. All diese Dinge führen am Ende dazu, dass unsere Schafe langsam und natürlich wachsen. Es sind keine im Stand gemästeten Tiere die möglichst schnell an Gewicht zulegen, sondern Tiere die ein freies wenn auch anstrengendes und gesundes Leben in freier Natur verbringen.

Neben den in unserer Zeit außergewöhnlichen Aspeketen der Umgebung, pflegen wir einen engen und ruhigen Umgang mit unseren Schafen. Auch wenn es Nutztiere sind, ist ein respektvoller und fürsorglicher Umgang das mindeste, was wir unseren Tieren schuldig sind. Die persönlichen Beziehungen zu vielen unserer Tiere zeigt uns, dass es sich um denkende und fühlende Wesen handelt, die es verdient haben, das man sich zu Lebzeiten anständig und aufrichtig um sie kümmert. Bei den Tieren, die wir für unsere Wurst auswählen, handelt es sich um Tiere die uns aus den verschiedensten Gründen nicht mehr begleiten können. In den meisten Fällen sind das ältere Tiere. Das Fleisch hat in der Regel, bedingt durch die besondere Form der Haltung, einen milden und reinen Geschmack. Es ist von hervorragender Qualität und ideal für die Herstellung unserer Produkte geeignet.

 

Schlachtung & Herstellung

Wir wollten einfache Wurst aus traditioneller Herstellung. Mit wenigen Zutaten, ohne Nitritpökelsalz, ohne Zugabe von Schweinefett und hergestellt von jemandem der in seinem Handwerk aufgeht. Mit der Metzgerei Allmendinger in Sonnenbühl haben wir einen kleinen Familienbetrieb in vierter Generation gefunden, die sich der Beibehaltung von Bewährtem unter Einsatz modernerer Produktionsverfahren verschrieben hat. Man verzichtet vollständig auf überflüssige Zusatzstoffe und arbeitet ausschließlich mit Tieren aus artgerechter Haltung. So entstehen Fleisch und Wurstwaren die sich deutlich von den industriell hergestellten Normprodukten unterscheiden. Im Gespräch mit Marco Allmendinger haben wir schnell festgestellt, dass wir ganz ähnliche Vorstellungen von guter Wurst, aber auch von dem Umgang mit Tieren haben. Wir freuen uns total die Metzgerei Allmendinger entdeckt zu haben und sind mit dem Ergebnis bisher wirklich zufrieden.

Damit alles reibungslos abläuft, holen wir die Tiere kurz vor der Schlachtung direkt von der Weide. In der Regel brauchen wir etwa 45 Minuten Fahrtzeit. Wir hätten uns zwar noch etwas weniger gewünscht, aber eine gute Metzgerei ist halt nicht einfach zu finden. Wir fahren die Tiere selbst und bleiben auch während der Schlachtung dabei. Wir kümmern uns um das Handling der Tiere und achten darauf, dass alles möglichst ruhig und respektvoll abläuft. Auch wenn das für uns nicht immer ganz einfach ist, ist es uns doch am liebsten, bis zum Ende bei den Tieren zu sein. Irgendwie gehört das zur Verantwortung für unsere Tiere dazu und auch wenn man der Metzgerei da vertraut, ist es irgendwie ein komisches Gefühl die Tiere am Ende dann doch noch aus der Hand zu geben.

Umwelt & Naturschutz

Mit unseren ca. 800 Schafen und Ziegen beweiden wir etwa 140ha im Gros Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb. Die Schafbeweidung ist die einzige Möglichkeit diese Flächen in ihrer jetzigen Form und Qualität zu erhalten. Wacholderheiden zählen zu den artenreichsten Biotopen, die es in Deutschland gibt. Hunderte teils extrem seltener Tier und Pflanzenarten finden bei uns ihre Heimat. Durch den Verbiss halten die Schafe die Flächen kurz und verhindern das aufwachsen von Büschen und Sträuchern. Zudem magern sie den ohnehin kargen Boden weiter aus. Orchideen aber auch viele andere Pflanzen und Pilze die unter diesen harten Bedingungen überleben können, finden ihre Heimat bei uns.

Unsere Weiden sind in großen Teilen in die normale Landwirtschaftsstruktur eingebettet. Dadurch sind viele unterschiedliche Lebensräume auf engem Raum entstanden und viele Tiere und Insekten finden ihren Rückzugsraum auf unseren Flächen. Die teils sehr kleinen Flächen, die wir mit unseren Schafen beweiden, wären für sich genommen meistens isoliert. Genetischer Austausch ist aber extrem wichtig, für den Erhalt von Pflanzen und Insektenpopulationen. Die Schafe bilden mit ihrem Weg über unsere Weidegründe ein Netz des genetischen Austauschs. Sie tragen in der Wolle und über den Kot, unzählige Samen und Insekten von Ort zu Ort und machen so den genetischen Austausch vielerorts erst möglich. Es ist wirklich ein wahnsinnig tolles Gefühl mit seinem landwirtschaftlichen Betrieb, nicht nur grob im Einklang mit der Natur zu leben, sondern auch aktiv etwas wertvolles zu deren Erhalt beitragen zu können.

Verpackung & Versand

Beim Versand unserer Produkte versuchen wir ebenfalls auf unsere Natur zu achten. Wir verschicken zur Zeit in möglichst kleinen Kartons aus 100% Altpapier. Als Füllmaterial verwenden wir alte Zeitungen, die wir von unserer lokalen Zeitungsredaktion bekommen. Wir versenden klimaneutral mit DHL, wobei wir der Sache noch nicht so richtig trauen. Die Vakuumbeutel für die Salami lassen sich vermutlich nicht vermeiden.